Pferde bringen uns bei, ohne Aggression zu bitten, bedingungslos zu lieben und die zerstörerische Seite der Perfektion zu vermeiden. Sie lehren uns, durch Teilen, Geben und Heilen eine höhere geistige Ebene zu erreichen. Sie lehren uns, das immer neue Wunder jedes einzelnen Augenblicks zu schätzen und den besten Traditionen der Vergangenheit treu zu bleiben. (Monsieur Dominique Barbier in "Wege zur Leichtigkeit")

Gewaltfreie Kommunikation und empathischer Dialog ist auch mit Tieren und Menschen möglich, die sich in anderen Sprachen als in der menschlichen Verbalsprache ausdrücken.

Weil es um nicht so sehr um die perfekte Rhetorik, sondern um die empathische Haltung gegenüber uns selbst und gegenüber dem anderen Lebewesen geht, ist es nicht notwendig, dass sich unser Dialogpartner verbal äußert.
In den meisten Fällen genügt es, wenn wir uns empathisch selbst fragen, was wir fühlten, bräuchten und erbäten, wenn wir in der Lage des anderen wären.

Das gelingt uns am besten, wenn wir selbst mit uns vorher schon empathisch geklärt haben, was mit uns los ist. Wir reagieren dann nicht aus Ärger oder Wut, sondern handeln frei aus dem vielfältigen Spektrum an Möglichkeiten heraus, die in dieser Situation unseren Bedürfnissen am ehesten dienen.

Dann können wir  - als ob wir fragen würden - eine konkrete Bitte in Form einer konkreten Handlung anbieten.

Und dann beobachten und achten wir einfach nur die Reaktion: zeigt das andere Lebewesen Wohlbefinden oder Widerwillen? Handelt es so, dass wir ein "Ja" auf unsere Bitte deutlich sehen können? Oder ist es hilfreicher, eine andere Bitte zu stellen, die den Bedürfnissen und Handlungsmöglichkeiten des anderen Lebewesens besser entgegenkommen?

Dazu braucht es keine Worte.

In den Ohrenwechselkursen GFK mit Pferden - auch für Nichtreiter und Pferdeunerfahrene - üben wir das, als Mittel dazu bietet sich wiederum die TTeam-Arbeit (Tellington-Jones TTouch Training, siehe bitte Menüpunkt "Pferde") an. Und ich möchte darauf wetten, dass Sie danach auch mit ihrem Baby, Kleinkind, ihrem "sprachlosen" Teenager oder ihrem eher etwas wortkargen Mann besser klarkommen, ohne sich selbst zu vernachlässigen.