Ich weiß sowieso nicht, wie man ein Mädchen ohne Pferd zwischen den Beinen großziehen kann. (Debbie Hadden)

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Pferde wirklich zum Reiten da sind?

Sie fühlen sich auch ohne einen Menschen auf ihrem Rücken wohl, solange sie z.B. Sozialkontakte, Bewegung, Futter, Schutz und Sicherheit haben.

Irgendwann in ferner Vergangenheit haben Menschen entdeckt, dass man Pferde nicht nur aufessen oder als Lastpferde verwenden kann, sondern auf ihrem Rücken große Entfernungen schnell zurücklegen kann.

Manche Historiker führen große Zivilisationsschritte und z.B. Völkerwanderungen oder Eroberungen, wie sie z.B. dem Reitervolk  der Mongolen möglich waren, auf die Entdeckung des Reitens zurück. Da Pferde sich mit Menschen auch emotional stark verbinden (und umgekehrt!), wurden in der Geschichte der Menschheit Pferd-Reiterpaare zu Legenden. Die Sagen und Mythen von den Zentauren und den Einhörnern, den Götterpferden und dem Pegasus drücken aus, welche Faszination Pferde seit jeher auf uns Menschen ausübten.

Und heute?  Jeder Reiter findet es ganz normal, zum Stall zu kommen, seinem Pferd ein Halfter umzulegen, es dann zu Putzen, Satteln und zu Trensen und: zu Reiten, oder? Vielleicht mal zur Abwechslung "langweilige" Bodenarbeit zu machen.

Je nach Ausrichtung dient uns das Pferd als "Mittel" zum Ausreiten, für Turniere, als Schulpferd, als Kutschpferd und und und....bei all dem ist die Kooperation und das Vertrauen unserer Pferde unabdingbar, wenn wir Leistung und Harmonie, Leichtigkeit  und Sicherheit möchten.

(Mein Traumpferd Saelingur, 20 Jahre "alter" Agidienberger. Photo: Marion Henrici) 

Den Respekt und die Dankbarkeit angesichts dessen verlieren wir Reiter oft, wenn wir vergessen, was für ein Vertrauen ein Fluchttier wie das Pferd in uns hat oder haben muß, das uns bereitwillig auf seinen Rücken klettern und an der Stelle Platz nehmen lässt, an der üblicherweise Raubtiere aufsprangen, um ihm das Genick zu brechen. 

Deshalb, so meine ich, liegt es in unserer Verantwortung, dem Pferd das Gerittenwerden so angenehm und körpergerecht wie möglich zu machen. Indem wir nicht aufhören, unser Können als Reiter zu verbessern und selbst bei schwersten Anforderungen den Pferden mit Respekt und Mitgefühl zu begegnen. Das Zuhören-Können ist dabei wichtig! Ärger, Ungeduld, Jähzorn und verbissener Ehrgeiz ist - nicht nur meiner Ansicht nach - im Umgang mit Pferden absolut unangebracht und auch unnötig.

(Mit Jungstute Shakira, Kolleginnen Patricia und Deanna, LTJ-Kurs in Gelindo dei Magredhi, Spilimbergo 2013 Grazie per il Photo:Eugenia Mola Di Larissé.)

Wir erstreben Geduld, Gelassenheit, Ruhe und absolute Gewaltfreiheit im Umgang und beim Reiten, eine solide und dem Entwicklungsstand angemessene Ausbildung und Training und haben nicht zuletzt höchste Ansprüche, wenn es um Gesundheit, Haltung und Equipment geht.

Die Ohrenwechseltrainings sollen dazu beitragen.

Grundlage der Trainings auch beim Reiten ist die TTeam-Arbeit nach Linda Tellington-Jones und die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg. Wir klären, was wir uns im Kontakt und beim Reiten mit unseren Pferden erhoffen, ob und wie es uns gelingt, dies umsetzen,

wir üben uns in Körperarbeit , u.a. mit Übungen aus dem Feldenkrais, Tanz und der Education Corporelle,


TTouches™ am Mensch und Pferd nach Linda Tellington Jones,

(Maularbeit bei Korgur, Torremanzanas/Spanien Februar 2014, Gracias por la foto, Susanne!)

TTouch™-Bodenarbeit mit dem Pferd, 

(Fahren vom Boden mit Shakira, zusammen mit Kolleginnen Petra Zor und Deanna, Kurs mit LTJ StartingYoung Horses, Kurs bei Gelindo in Spilimbergo 2013

Sitzschulung und Reiten u.a. orientiert an Meyners, Cummings, Swift, Branderup, und Tellington-Jones.


(Saelingur, ehemaliger "unreitbarer Durchgänger", hat gelernt, sich u.a. beim Abstreichen mit dem Stab zu entspannen. Photo: Marion Henrici)

Falls Sie mehr Informationen brauchen oder Fragen haben, schreiben Sie bitte eine Email an mich unter: susanne.pourro(ätt)web.de, geben Sie bitte in der Betreffzeile "Ohrenwechsel" an.
Die Trainings für die Grundlagen können modulweise von drei Stunden bis zu zwei vollen Tagen gestaltet werden, je nach Wunsch.

Aktuelle Termine und die Preise finden sie hier auf diesen Seiten.
Für individuelle Einzel- oder Gruppentrainings, auch bei Ihnen am Ort, können Sie mich nach Absprache gerne buchen.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, gemeinsames Lernen und Spaß mit Ihnen und Ihren Pferden!


(Clydesdale Flori ist das Abstreichen mit dem Stab noch etwas suspekt! Photo: privat, Danke an meine Kursteilnehmer/innen April 2013)

Teilnehmerstimmen aus den Kursen:
"Gute Mischung aus Theorie und Praxis. Es hat richtig Spaß gemacht." (Gisela, 66)
"Mir hat die Flexibilität im Kursablauf gut gefallen." (Christoph, 64)
"Übungen TTouches mit "Mensch- Mensch": man spürt es mal selbst. Auch das Drumherum - Ort, Equipment, Skript -  war super! Hast du sehr schön gemacht alles." (Petra, 33)
"Gut fand ich die intensive, klare und trotzdem flexible Vermittlung, die Kombination von Theorie und Praxis." (Ursula, 61)
"Mir hat gefallen, dass wir die praktischen Übungen am Pferd mit der Theorie abgewechselt haben." (Lisa, 20)
"Die Führübungen fand ich besonders gut, und die genauen Erklärungen: wieso weshalb, warum." (Andrea, 44)
"Ich fand die angenehme Atmosphäre und Gruppe klasse, die Inhalte wurden anschaulich und entspannt vermittelt". (Alexandra, 35)
"Das mit den Beinkreisen fand ich gut. Damit kann ich meinem Pferd zeigen, wie es die Hufe geben kann." (Simone, 17)